Germany – Architectural services for buildings – Statisch-konstruktive Ertüchtigung des Getreidekastens der Burg Tittmoning
Tender Description
Die historische Burganlage Tittmoning erhebt sich auf einer Anhöhe auf 430 m ü. NN südwestlich der historischen Altstadt und ist als Einzeldenkmal mit der Aktennummer D-1-89-152-13 in die Liste für Baudenkmäler in Bayern eingetragen. Zudem ist das Gelände in und um die Burg als Bodendenkmal mit der Denkmalnummer D-1-7942-0024 verzeichnet. Nach umfänglichen Voruntersuchungen und Bestandsaufnahmen konnte festgestellt werden, dass das Gebäude Substanzschäden am Mauerwerk, des Weiteren Schäden an Holzkonstruktionen der Dachwerke und des Wehrgangs aufweist. Die vorgesehene Maßnahme umfasst die statische Instandsetzung des Getreidekasten der Burg Tittmoning und des an den Getreidekasten anschließenden Wehrgangs im Abschnitt des Gebäudes. Das Objekt lässt sich als früheste dendrochronologisch fassbare Bauphase auf das Jahr 1427 datieren und wurde in der Südost-Ecke der Burg an die Mantelmauer hofseitig als ein viergeschossiges Speichergebäude mit hölzernem Dachwerk angesetzt. Das Gebäude wird heute als Museum genutzt, wobei das EG das öffentlich-zugängliche Gerberei-Museum beherbergt. Die restlichen Geschosse sind weiterer Teil des Rupertiwinkel-Museums und können nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Im 1.OG befindet sich der Handwerker-Saal als Ausstellungsraum, wobei dieses Geschoss nur durch den steinernen Treppenkern nordöstlich des Objekts erschlossen werden kann. Dieser Treppenkern wurde bauhistorisch nachträglich angefügt. Das 2.OG, der sogenannte Scheiben-Saal ist im Moment für Veranstaltungen angedacht. Das 2.OG ist das einzige Geschoss, das mit dem westlichen Nebenbau, der Kommandantenwohnung, verbunden ist. Durch den Treppenkern erschließt man im 3.OG den Landwirtschafts-Saal des Rupertiwinkel-Museums, der ebenfalls als Ausstellungsraum konzipiert ist, wie auch den Wehrgang. Das Dachwerk beinhaltet zwei begehbare Geschosse, die als Lager genutzt werden. Über der Dachbalkenebene findet sich eine Sonderkonstruktion von hoher bautechnikgeschichtlicher Bedeutung. Es handelt sich um ein Sparrendach mit drei Kehlbalkenebenen. Hier ist kein regulärer stehender Stuhl eingesetzt, sondern die Stuhlständer sind am Fuß schräg nach außen hin verschwenkt. Somit handelt es sich um einen der frühesten überlieferten liegenden Stühle im gesamtbayerischen Umkreis. Für die Maßnahme wurde die Förderung „Denkmalschutz-Sonderprogramm“ der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) beantragt.
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